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Hans
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Hans am Ende wurde am 31. Dezember 1864 in Trier geboren, wo sein Vater als Divisionspfarrer
wirkte. Hier verbrachte er seine Kindheit, bis die Familie 1872 in
das Dorfe Kirchscheidingen bei Naumburg übersiedelte.
Durch die Nähe Schulpfortas kam Hans am Ende auf das berühmte Internat, das er bis zum Abschluß besuchte.
Früh zeigte sich schon hier seine zeichnerische Begabung, so dass er durch die
Fürsprache
eines älteren Freundes der Familie auf die Akademie nach München ziehen durfte.
Bei Professor Dietz lernte Hans am Ende die soliden Grundlagen seiner späteren Kunst.
Hier traf er auch Fritz Mackensen, mit dem ihn durch gemeinsame Militärzeit eine enge Freundschaft verband.
Durch seinen Freund Fritz Mackensen kam er nach vorübergehendem
Studium bei Professor Keller in Karlsruhe nach Worpswede, wo er
sich 1895 endgültig niederließ. Neben Heinrich Vogelers Barkenhof
baute er sein Wohn- und Atelierhaus. Hans am Ende heiratete Magda
Willatzen, die Tochter eines Bremer Gymnasial-Professors. Seine
äußerst glückliche Ehe mit Magda blieb leider kinderlos.
Bei Ausbruch des ersten Weltkrieges meldete sich Hans am Ende freiwillig zum Militär.
Er bestand auf den Fronteinsatz. Im letzen Kriegsjahr wurde der Hauptmann
Hans am Ende bei einem Sturmangriff schwer verwundet. Hans am Ende starb nach wenigen Wochen
am 9. Juli 1918 an den Folgen dieser Verwundung. Hans am Ende wurde in Bremen beigesetzt.
Nach dem zweiten Weltkrieg fand man sein Grab in den Trümmern des
Friedhofs. Freunde brachten den Grabstein nach Worpswede und setzen ihn mit auf das Grab seiner Frau.
Als Künstler war Hans am Ende hochbegabt. Einige Radierungen von dem Künstler
sind von außergewöhnlichem Format (bis 90 cm breit). Hans am Ende bevorzugte bei seinen großen Formaten eine großzügige Auffassung in schlichter Darstellung.
Er vermied alle Effekte, obwohl auch seinen Bildern der träumerische
Gehalt und der romantische Ausdruck innewohnt.
Besonders hervorgetreten ist er als Radierer. Seine "Mühle" und der "Immenhof" erregten auf der Glaspalastausstellung
in München im Jahre 1895
großes Aufsehen.
Hans am Ende war mit Fritz Mackensen, Otto Modersohn, Heinrich
Vogeler und Fritz Overbeck Gründer der Worpsweder
Künstlerkolonie. Hans am Ende hat in seiner vehältnismäßig
kurzen Schaffenszeit über einhundert Radierungen und eine
Vielzahl von Gemälden, Aquarellen und Zeichnungen von anerkannt
hohem künstlerischen Wert geschaffen. |
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